3 für Demokratie 2026
Demokratie ist wichtig – aber anstrengend.
Sie lebt von Beteiligung, Diskussion und Mitgestaltung. Mit der Veranstaltungsreihe „3 für Demokratie“ möchten wir Lust machen, sich einzumischen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
Drei Bildungsträger – das Evangelische Bildungswerk Schwabach, die Katholische Erwachsenenbildung Roth-Schwabach und die vhs im Landkreis Roth – haben sich zusammengeschlossen, um Demokratie sichtbar, erlebbar und gestaltbar zu machen.
Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober
Leben zwischen Welten
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19–21 Uhr
Genniges Bücher, Hauptstraße 28, 91154 Roth
Was haben Ron Segal, Nur Ben Shalom, Ahmad Mansour, Ruthe Zuntz, Sharon On und Erez Majerantz gemeinsam?
Sie leben als Israelis in Berlin und erzählen von ihrem „Leben zwischen Welten“ – zwischen Israel und Deutschland, zwischen Gestern und Heute, zwischen Moderne und Tradition, zwischen Aufbruch und Heimatverbundenheit.
Die Autorin Andrea von Treuenfeld liest aus Interviews, die sie mit ihnen geführt hat. Dabei kommen unterschiedliche jüdische, palästinensische, muslimische und griechisch-orthodoxe Perspektiven zu Wort. Wie hat der 7. Oktober 2023 ihr Leben verändert? Was hat sie nach Berlin geführt? Und wie erleben sie ihr Leben zwischen verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Welten?
Ein Abend mit persönlichen Geschichten, neuen Perspektiven und der Einladung, eigene Denkmuster zu hinterfragen.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erwünscht.

Worte werden Waffen
Sprache, Gewalt und Vorurteil
Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19–21 Uhr
Christuskirche Hilpoltstein, Altstadtring 48, 91161 Hilpoltstein
Wie entstehen Feindbilder? Wie wird aus Unsicherheit Hass – und aus Vorurteilen Gewalt? Und welche Rolle spielt Sprache dabei?
Der Fürther Autor Leonhard F. Seidl liest aus seinem Roman „Fronten“, einer Geschichte über Schuldzuweisungen, Angst und die zerstörerischen Kräfte einer aufgeheizten Gesellschaft.
Im anschließenden Gespräch geht es um die Mechanismen, durch die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entsteht und verstärkt wird. Welche Rolle spielen Emotionen, Stereotype und mediale Darstellungen? Wie können wir lernen, genauer hinzusehen, besser zuzuhören und verantwortungsvoller mit Sprache umzugehen?
Ein Abend über die Macht der Worte – und darüber, wie Sprache demokratische Verständigung fördern oder zerstören kann.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erwünscht.

Zwischen Fakten und Gefühl – welche Wahrheit zählt?
Medien, Demokratie und die Frage, warum Wahrnehmung und Realität auseinanderdriften
Mittwoch, 28. Oktober 2026, 19.30–21.30 Uhr
Ratsstuben im Schloss Ratibor, Hauptstraße 1, 91154 Roth
Warum klaffen Realität und persönliche Wahrnehmung immer häufiger auseinander? Obwohl sich vieles positiv entwickelt, wächst bei vielen Menschen das Gefühl von Unsicherheit.
Michael Husarek, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, spricht über die Rolle der Medien in dieser Entwicklung. Welche Verantwortung trägt die Presse als „vierte Gewalt“? Wie prägen Nachrichtenlogiken unsere Wahrnehmung? Und wie gelingt der Spagat zwischen Neutralität, Meinungsvielfalt und demokratischem Auftrag?
Im Anschluss laden wir zur Diskussion ein: über Fakten und Gefühle, Medienvertrauen und die Frage, wie wir als Gesellschaft wieder besser miteinander ins Gespräch kommen.

